Welche Matratzenart ist die beste?


11.05.2020
von Janette Baumann

Diese Vor- und Nachteile sollten Sie kennen

Wer nach einer neuen Matratze sucht, steht vor einem riesigen Angebot mit vielen tollen Werbeversprechen.

Doch welche Matratzenart ist für Sie am besten geeignet? Mit unserer Übersicht möchten wir Ihnen Orientierung im Matratzen-Dschungel geben. 

  1. Federkernmatratze
  2. Kaltschaummatratze
  3. Latexmatratze
  4. Viscomatratze
  5. Gelschaummatratze
  6. Boxspringbett
  7. SOULMAT

Das Wichtigste vorweg: Für jede Schlafgewohnheit und körperliche Voraussetzung gibt es mindestens eine passende Matratzenart. Dabei müssen Sie jedoch in der Regel abwägen, auf welche Eigenschaften Sie besonderen Wert legen: Soll die Matratze besonders hygienisch und für Allergiker geeignet sein? Möchten Sie lieber härter oder weicher liegen? Ist Ihnen ein handliches Gewicht wichtiger als Langlebigkeit und ergonomische Qualität?

In unserer Übersicht schlüsseln wir die Vor- und Nachteile der wichtigsten Matratzentypen auf, um Ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern. 


Federkernmatratze

Stabilität zum kleinen Preis

Vor gut 20 Jahren war die Federkernmatratze das Standardmodell in deutschen Betten.

Ihr Matratzenkern besteht aus Stahlfedern, die beidseitig von einer Polsterung aus Kaltschaum, Rosshaar oder anderen Polstermaterialien umgeben sind. Durch unterschiedliche Drahtstärken und Spannungen der Federn entstehen verschiedene Liegezonen, die passgenauen Schlafkomfort ermöglichen sollen.

Deshalb wird beim Kauf einer Federkernmatratze oft zu einer Körpervermessung geraten. Neben weniger gebräuchlichen Modellen mit Bonell-Federn werden im Handel vor allem Taschenfederkernmatratzen angeboten, bei denen die einzelnen Federn von einer Textiltasche ummantelt sind. Das reduziert typische Quietschgeräusche und sorgt dafür, dass die Matratze weniger nachschwingt.

Durch ihre hohe Stabilität eignen sich Federkernmatratzen gut für Personen mit einem höheren Körpergewicht. Allerdings können vor allem bei preisgünstigeren Modellen nach einiger Zeit die Federn durch die Polsterung zu spüren sein. Zudem speichert eine Federkernmatratze kaum Wärme, weshalb "Frostbeulen" mit dieser Variante weniger gut beraten sind.

Vorteile einer FederkernmatratzeNachteile einer Federkernmatratze
  • in der Regel preisgünstig
  • gute Belüftungseigenschaften
  • stabile Stützkraft auch bei höherem Körpergewicht
  • vergleichsweise preiswert
  • Federn können mit der Zeit durchdrücken oder sogar brechen
  • Quietschen und andere Geräusche möglich
  • relativ hohes Eigengewicht
  • nicht mit verstellbaren Lattenrosten kompatibel
  • festgelegter Härtegrad
  • Körpervermessung für individuell angepasste Liegezonen sinnvoll
  • ergonomische Qualität kann stark nachlassen
  • kurze Lebensdauer
  • mit der Zeit hygienisch bedenklich, da keine vollständige Reinigung möglich ist

Kaltschaummatratze

Der Preis-Leistungs-Klassiker

Die Kaltschaummatratze ist hierzulande eine der meist genutzten Matratzenarten. Der Grund dafür ist neben der Vielseitigkeit meist auch der geringe Preis. Der Kern besteht aus dem namensgebenden Kaltschaum, genauer gesagt einer Polyurethan-Aufschäumung (PUR).

Durch den chemischen Herstellungsprozess neigen Kaltschaummatratzen zu einem unangenehmen Geruch und müssen nach dem Kauf meist mehrere Tage ausgelüftet werden.

Um körpergerechten Schlafkomfort zu bieten, werden verschiedene Liegezonen ins Material eingearbeitet. Ist die Kaltschaummatratze optimal auf Ihren Körperbau abgestimmt, bietet sie eine gute Punktelastizität. Damit das länger so bleibt, ist jedoch die Qualität der Kaltschaummatratze entscheidend. Wird am Material gespart, kann die Stützkraft schon nach kurzer Zeit nachlassen.

Spätestens wenn sich Kuhlen und Mulden bilden, sind die ergonomischen Mindestanforderungen für gesunden Schlaf meist nicht mehr erfüllt. Deshalb sollten Sie beim Kauf auf ein möglichst hohes Raumgewicht achten, das in Kilogramm pro Kubikzentimeter (kg/cm³) angegeben wird.

Vorteile einer Kaltschaummatratze

Nachteile einer Kaltschaummatratze

  • gute Punktelastizität (bei hochwertigen Modellen)
  • geringes Eigengewicht
  • gute Wärmeisolation
  • vergleichsweise preiswert
  • kann längere Zeit unangenehme Gerüche ausdünsten
  • weniger geeignet für schnell schwitzende Personen
  • Qualität schwankt stark je nach Verarbeitung und Preis
  • Körpervermessung für individuell angepasste Liegezonen sinnvoll
  • festgelegter Härtegrad
  • ergonomische Qualität auf Dauer nicht garantiert
  • kurze Lebenszeit
  • mit der Zeit hygienisch bedenklich, da keine vollständige Reinigung möglich ist

Latexmatratze

Naturprodukt für hygienischen Schlaf

Latexmatratzen werden vor allem bei Hausstaub-Allergikern immer beliebter, da sie wenig anfällig für Milben sind. Naturlatex punktet durch besonders hygienische Eigenschaften und Umweltfreundlichkeit, wird allerdings aus Kautschuk hergestellt. Dieser nachwachsende Rohstoff ist ziemlich teuer.

Herkömmliche Latexmatratzen bestehen daher überwiegend aus Gummi und weisen keinen oder nur sehr geringen Anteil an Naturlatex auf. Chemisch hergestellte Modelle sollten nach dem Kauf ebenfalls einige Tage ausgelüftet werden.

Da synthetischer Latex kaum atmungsfähig ist, kann er zu Schimmelbildung neigen. Vor allem für ältere Menschen sind Latexmatratzen aufgrund ihres hohen Eigengewichts im Alltag schlecht zu handhaben.

Vorteile einer Latextmatratze

Nachteile einer Latextmatratze

  • sehr hygienisch, milbenarm und gut für Allergiker
  • geräuschfrei
  • für Personen mit hohem Körpergewicht geeignet  
  • Naturlatex ist sehr teuer
  • mangelnde Atmungsfähigkeit bei synthetischem Latex
  • anfänglicher Gummi-Geruch möglich
  • unhandlich durch hohes Eigengewicht
  • mit der Zeit hygienisch bedenklich, da keine vollständige Reinigung möglich ist
  • festgelegter Härtegrad

Viscomatratze

Das Weltraum-Material mit Gedächtnis

Ein relativ neues Material ist Viscoschaum, der ursprünglich aus der Weltraumforschung stammt und ein "schwereloses" Liegegefühl bieten soll.

Die obere Schicht einer Viscomatratze besteht aus thermoelastischem Schaumstoff, der auch "Memory Foam" (englisch: Gedächtnis-Schaum) genannt wird. Üben Sie durch Ihr Körpergewicht Druck auf den Schaum aus, formt dieser die Konturen Ihres Körpers nach.

Durch diese passgenaue Anformung bietet die Matratze eine gute Druckentlastung und Stützkraft. Ändern Sie die Schlafposition, bildet sich der Körperabdruck in einigen Sekunden zurück. 

Wie "träge" das Material ist, hängt jedoch von der äußeren Temperatur ab. Je wärmer, desto weicher wird der Schaum. In der kalten Jahreszeit und in unbeheizten Räumen kann sich eine Viscomatratze deshalb ziemlich hart anfühlen. Wer noch dazu unruhig schläft, zieht Nachteile aus der langsamen Rückstellkraft des Schaums.

Auch für Menschen, die im Schlaf zum Schwitzen neigen, ist eine Viscomatratze nicht zu empfehlen. Durch die schlechten Durchlüftungseigenschaften speichert der Schaum Körperwärme und gibt diese an den Kontaktflächen ab.

Für eine möglichst hohe Haltbarkeit sollte die Matratze regelmäßig gedreht werden und benötigt einen Lattenrost mit engen Leistenabständen. Andernfalls kann es durch Druckstellen schnell zu einer Materialermüdung kommen.

Vorteile einer Viscomatratze

Nachteile einer Viscomatratze

  • gute Körperanpassung und Druckpunktentlastung
  • geräuschfrei
  • warmes Liegegefühl
  • echte Durchlüftungseigenschaften fördern Schwitzen
  • kann sich bei kühlen Raumtemperaturen hart anfühlen
  • ungeeignet für Bauchschläfer und Menschen mit höherem Körpergewicht
  • hochwertiger Lattenrost mit engen Leisten notwendig
  • Materialermüdung bei geringem Raumgewicht möglich
  • mit der Zeit hygienisch bedenklich, da keine vollständige Reinigung möglich ist
  • festgelegter Härtegrad

Gelschaummatratze

Ein Traum vom weichen Liegen

Bei Gelmatratzen handelt es sich um Matratzen mit einer Schicht aus aufgeschäumten Gel. Dieser anpassungsfähige, elastische Gelschaum wird in der Regel mit einem stützenden Kaltschaum- oder Federkern kombiniert.

Wer gerne auf einem härteren Untergrund schläft, liegt hier eher falsch. Denn auch Gelschaum passt sich der Körperkontur an, so dass Sie oberflächlich weich in die Matratze einsinken und Druckpunkte reduziert werden.

Im Gegensatz zu Viscoschaum ist eine Gelmatratze allerdings temperaturneutral, weshalb das Material auch bei kühlem Raumklima seine Anpassungsfähigkeit behält. Durch die schnellere Rückstellkraft eignet sich eine Gelmatratze auch für Menschen, die sich im Schlaf viel bewegen. Damit der Gelschaum nicht geschädigt wird, ist es ebenfalls ratsam, dass Sie in einen hochwertigen Lattenrost mit engen Leistenabständen investieren.

Beim Kauf sollten Sie außerdem darauf achten, dass die Matratze beidseitig über eine Gelschicht verfügt und somit gewendet werden kann.  Durch ihr besonders hohes Eigengewicht sind Gelmatratzen jedoch vor allem für kleinere und ältere Menschen ziemlich unhandlich.

 

Vorteile einer Gelschaummatratze

Nachteile einer Gelschaummatratze

  • gute Körperanpassung und punktuelle Druckentlastung
  • weiches Liegegefühl
  • temperaturneutral und somit auch für Vielschwitzer geeignet
  • sehr hohes Eigengewicht 
  • zu wenig Stützkraft für Menschen mit hohem Körpergewicht
  • hochwertiger Lattenrost mit engen Leisten notwendig
  • Materialermüdung bei niedrigem Raumgewicht möglich
  • mit der Zeit hygienisch bedenklich, da keine vollständige Reinigung möglich ist
  • festgelegter Härtegrad

Boxspringbetten

Die Königsklasse für Luxus-Liebhaber

Hätte "Die Prinzessin auf der Erbse" auf einem Boxspringbett geschlafen, wäre die Geschichte von Hans Christian Andersen wahrscheinlich anders ausgegangen. Die Schlafsysteme aus Nordamerika werden wegen ihres besonderen Schlafkomforts immer beliebter.

Dieser entsteht durch den opulenten, mehrschichtigen Aufbau aus einer Unter- und Obermatratze. Dabei handelt es sich meist um zwei Federkernmatratzen, die von einer weicheren Außenschicht (Topper) gekrönt werden können.

Auch Kombination aus Federkern und einer darüberliegenden Kaltschaum- oder Viscomatratze sind möglich. Durch die gestapelten Lagen bieten Boxspringbetten eine angenehme Ein- und Ausstiegshöhe, was vor allem für bewegungseingeschränkte und ältere Menschen ein Pluspunkt sein dürfte. 

Solche Vorteile können aber auch zu Nachteilen werden: Ein Boxspringbett benötigt einiges an Platz und kann in einem kleinen Schlafzimmer ziemlich überproportioniert wirken.

Durch ihr sperriges Format schneiden Boxspringbetten auch in der Handhabung eher schlecht ab. Gerade bei Modellen mit einer Kunststoffumrandung sind zudem die Belüftungseigenschaften eingeschränkt, was Milben und Schimmelbefall begünstigen kann. Daher sollten Sie eher zu hochwertigen Polstermodellen greifen, die wiederum ziemlich teuer sind.

Vorteile von Boxspringbetten

Nachteile von Boxspringbetten

  • weiches, leicht federndes Liegegefühl
  • komfortable Ein- und Ausstiegshöhe
  • hohe Anschaffungskosten
  • wenig Flexibilität aufgrund des hohen Eigengewichts und sperrigen Formats
  • braucht viel Platz im Schlafzimmer
  • für Menschen mit Rückenproblemen eher ungeeignet
  • mit der Zeit hygienisch bedenklich, da keine vollständige Reinigung möglich ist
  • festgelegter Härtegrad

SOULMAT

Die erste Funktionsmatratze ohne Kompromisse

Eine noch recht junge Innovation auf dem Matratzenmarkt ist die SOULMAT. Dahinter verbirgt sich ein modulares Schlafsystem, bestehend aus einem ergonomischen Aktivschaumkern (AIRFORM), einem feuchtigkeitsableitenden Klimapolster (3D AIRSPACE) und einer thermoregulierenden Funktionenhülle (AIRCOVER).

Besonders anpassungsfähig und für jeden Schlaftyp geeignet ist die SOULMAT durch ihren stufenlos einstellbaren Härtegrad. Über ein Luftventil können Sie die Matratze jederzeit Ihren Wünschen anpassen – auch wenn sich Ihre Schlafgewohnheiten und körperlichen Anforderungen im Laufe der Jahre ändern.

Das atmungsaktive Klimapolster fördert durch eine optimale Belüftung ein hygienisches Mikroklima, so dass Bakterien, Milben und Schimmelpilze keinen Nährboden finden. Mit diesem präventiven Schutz-vor-Schmutz-System eignet sich die SOULMAT auch hervorragend für Allergiker.

Als erste Funktionsmatratze ihrer Art ist die SOULMAT außerdem vollständig waschbar. Die modulare Leichtbauweise und das handliche Gewicht vereinfachen die Reinigung und das Beziehen um ein Vielfaches. Noch dazu ist die SOULMAT auf 30 Jahre Haltbarkeit geprüft und bietet eine Anti-Durchliege-Garantie von 25 Jahren*.

Module der SOULMAT

Vorteile einer SOULMAT

Nachteile einer SOULMAT

  • stufenlos einstellbarer Härtegrad 
  • atmungsaktiv und klimatisierend 
  • vollständig waschbar für bis zu 99 Prozent weniger Milben, Bakterien und Schimmelpilze
  • modulare Leichtbauweise
  • 25 Jahre Anti-Durchliege-Garantie*
  • kein Probeliegen, keine Körpervermessung und kein Lattenrost notwendig
  • höhere Anschaffungskosten, die sich durch eine bis zu 3-fach längere Nutzbarkeit ausgleichen

Fazit

Es lohnt sich, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Matratzenarten zu vergleichen und abzuwägen, welche Eigenschaften für Sie Priorität haben.

Qualität und Langlebigkeit haben bei allen Matratzentypen ihren Preis.

Wer möglichst wenig Kompromisse eingehen möchte und eine besonders flexible Lösung für individuellen Schlafkomfort sucht, ist mit der SOULMAT bestens beraten.

Erfahren Sie bei einem persönlichen Gespräch in einem unserer Showrooms oder per Online-Beratung mehr über die Vorteile der SOULMAT!

Mit unserer 14-tägigen Geld-zurück-Garantie können Sie unser innovatives Schlafsystem auch unverbindlich zu Hause testen.

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* 25 Jahre limitierte Garantie auf das Kernmodul (AIRFOAM)