Matratzen-Testsieger auf dem Prüfstand


23.09.2021
von Janette

Wie aussagekräftig sind Matratzen-Tests?

Testsieger! Testsieger! Testsieger! Geht es nach den Bekundungen der Hersteller, ist gefühlt jede Matratze Testsieger. Doch was sagen die Bestnoten tatsächlich über die Qualität der Matratzen aus? Wir schauen uns genauer an, wie die Stiftung Warentest Matratzen vergleicht.

Geht es um die Bewertung von Matratzen, ist Stiftung Warentest die bekannteste und meist auch erste Anlaufstelle. Die gemeinnützige Verbraucherorganisation prüft jedes Jahr mit staatlichem Auftrag tausende Produkte in mehr als 200 Warentests. Für die Produktauswahl und Durchführung der Tests sind Marktforscher und wissenschaftliche Mitarbeiter verantwortlich. Doch wie laufen die Matratzen-Tests eigentlich ab? Und warum tauchen neuartige Schlafsysteme wie die SOULMAT bislang in keinem Vergleich auf?

Auf zum Matratzen-Test: Wie wählt Stiftung Warentest Matratzen aus?

Wer nach einer neuen Matratze sucht, merkt schnell, dass der Markt riesig ist. Deshalb ist es auch für die Stiftung Warentest unmöglich, alle Schlaflösungen zu testen. Aus der Fülle an Angeboten wählen die Marktanalytiker einzelne Modelle aus. Dabei spielen vor allem die Verbreitung und der Preis der Produkte eine entscheidende Rolle – zwei objektive Faktoren, die aber nicht unbedingt fixe Größen sind, weil sie sich mit der Zeit ändern können. Dieses Auswahlverfahren hat zur Folge, dass es sowohl neuartige als auch sehr hochwertige (meist teurere) Produkte nicht in den Matratzen-Test schaffen. Für kleinere, wachsende Unternehmen oder auch für Manufakturen mit geringerer Produktionszahl und überwiegend regionaler Kundschaft sind diese Auswahlkriterien ein Problem, weil ihre Produkte meist weniger bekannt sind.

Warum ist das Testverfahren standardisiert?

Um einen soliden Matratzenvergleich zu ermöglichen, grenzen die Analytiker der Stiftung Warentest die Auswahl weiter ein, und zwar auf Produkte, die sich in ihren Merkmalen und Eigenschaften ähneln. So werden zum Beispiel Matratzen in einheitlichen Größen mit übereinstimmendem Härtegrad gegenübergestellt. Der Fokus der Untersuchungen liegt nach Möglichkeit auf mittelfesten Standardmatratzen in der Größe 90 x 200 Zentimetern. Streng genommen gelten die Testergebnisse dann auch nur für diese Größe.

Problematisch wird es bei den Härtegraden, weil diese für Matratzen grundsätzlich nicht genormt sind und deshalb von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich ausfallen können. Bezeichnungen wie "H3", "soft" oder "medium" würden laut der Stiftung kaum Orientierungshilfe geben, weil jeder Anbieter kennzeichnet, wie er will. Die Stiftung Warentest hat deshalb ein standardisiertes Verfahren entwickelt, um den Härtegrad nach Norm zu ermitteln und daraus eine Klassifizierung abzuleiten. Das Ergebnis weicht mitunter von den Angaben der Hersteller ab, was bei Verbrauchern für Verwirrung sorgen kann.

Welche Produkte sind bei den Matratzen-Tests vergleichbar?

Die Vereinheitlichung und Standardisierung beim Auswahlverfahren macht die Matratzen zwar vergleichbar, schließt aber von vornherein Produkte aus, die nicht ins klassische Prüfprofil der Produktgruppe passen. Schwierig wird es zum Beispiel bei Matratzen, die mehrere Härtestufen integrieren oder gar keinen festgelegten Härtegrad aufweisen. Bei Wendematratzen mit zwei deklarierten Liegehärten prüft die Stiftung Warentest beide Seiten separat. Ist jedoch keine Angabe zum Härtegrad möglich, ist die Matratze für den Vergleich mit anderen Produkten ungeeignet. So kommt es, dass individuell einstellbare Matratzen wie die SOULMAT nicht in der Untersuchung landen. Mit ihrer modularen Leichtbauweise und dem stufenlos anpassbaren Härtegrad lässt sich die SOULMAT schlichtweg nicht kategorisieren und somit nicht mit herkömmlichen Matratzen* vergleichen. Auf diese Weise bleiben besonders innovative Lösungen und individualisierbare Schlafsysteme bei dem standardisierten Prüfverfahren außen vor.

Wie laufen die Matratzen-Tests ab?

Die ausgewählten Matratzen kauft die Stiftung Warentest anonym wie jeder normale Kunde im stationären Geschäft oder Online-Shop. So soll vermieden werden, dass kostenlose Muster oder Prototypen in den Matratzen-Test gelangen. Für die Untersuchung sind unabhängige Labore an europaweiten Instituten zuständig, die von der Stiftung beauftragt werden. Das standardisierte Testverfahren läuft immer nach denselben Kriterien ab, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Diese werden von den Prüfern in einem Gutachten zusammengefasst. Anschließend entscheiden die Analytiker der Stiftung Warentest, wie die einzelnen Prüfpunkte gewichtet werden. Am Ende bekommt jede Matratze ein Qualitätsurteil von "Sehr gut" bis "Mangelhaft".

 

Wie bewertet die Stiftung Warentest Matratzen?

Das Qualitätsurteil setzt sich aus Einzelbewertungen in sechs Kategorien zusammen, die mit unterschiedlich hoher Prozentzahl in die Gesamtbewertung einfließen: 

  • Liegeeigenschaften (40 %)
    Um die Liegeeigenschaften zu bewerten, wird vor und nach einem Dauerwalztest mit einer 140 Kilogramm schweren Walze ermittelt, wie die Matratze die Testpersonen in Rücken- und Seitenlage abstützt. Dabei werden vier Körperbautypen unterschieden.
  • Haltbarkeit (25 %)
    Um die Haltbarkeit zu bewerten, wird unter anderem der Einfluss von Feuchtigkeit und Temperatur getestet. Auch die Waschbarkeit und Verarbeitung fließen in diese Einzelbeurteilung ein. Der Dauerwalzversuch simuliert zudem die Abnutzung nach acht Jahren und veranschaulicht, wie die ergonomische Qualität in dieser Zeit durch die alltägliche Nutzung nachlässt.
  • Bezug (10 %)
    Für die Bewertung des Bezugs werden die Waschbarkeit, der Wiederbezug, die Verarbeitung und die Knötchenbildung (Pilling) getestet.
  • Gesundheit und Umwelt (10 %)
    In die Kategorie Gesundheit und Umwelt fallen Kriterien wie die Raumluftbelastung, Geruchsbelästigung sowie Schadstoffe wie Pestizide, Weichmacher, flammhemmende Zusätze und weitere kritische Verbindungen in Bezügen sowie im Inneren der Matratze. 
  • Deklaration und Werbung (10 %)
    Hinsichtlich der Werbung beurteilt die Stiftung Warentest eigene Angaben der Hersteller zu den Materialien, dem Aufbau der Matratze, dem Härtegrad sowie zu Gesundheit und Umwelt.
  • Handhabung (5 %)
    Zur Beurteilung der Handhabung prüfen die Experten die Funktionalität der Griffe, das Transportieren und Wenden der Matratze.

Wer ist Matratzen-Testsieger?

Die Einzelbewertungen der sechs Prüfkategorien fasst die Stiftung Warentest als Gruppenurteile zusammen, aus denen sich das finale Qualitätsurteil ergibt. Aktuell hat die Stiftung 198 Testergebnisse veröffentlicht, die nach Schaumstoff-, Latex- und Federkernmatratzen sowie Boxspringbetten unterteilt sind. Theoretisch kann für jede dieser Produktgruppen oder Matratzenart ein eigener Matratzen-Testsieger gekürt werden. Hat es in der Gesamtwertung nicht zur Bestnote gereicht, werben manche Hersteller auch mit guten Bewertungen in einzelnen Testkategorien. Es lohnt sich deshalb, im Kleingedruckten zu beachten, worauf sich das angepriesene Testurteil oder gar der Titel als "Matratzen-Testsieger" bezieht.

Wie profitieren Hersteller von den Matratzen-Tests?

Die Matratzen-Tests sollen vor allem Verbrauchern Orientierung geben und ihnen bei Kaufentscheidungen helfen. Jedes Jahr druckt die Stiftung Warentest ihre Untersuchungsergebnisse in rund 6,7 Millionen Heften von test und Finanztest ab. Schneiden die Produkte gut ab, werben die Hersteller natürlich gerne mit dem Qualitätsurteil der anerkannten Organisation. Wer hingegen schlecht wegkommt, schweigt sich aus und bessert häufig nach, um in Zukunft bessere Noten zu erhalten. So gesehen sind die Tests für Hersteller eine Art kostenlose Qualitätskontrolle und Bestandsaufnahme, die sie zur Weiterentwicklung und Optimierung ihrer Produkte nutzen können. Diese Chance haben viele kleinere Hersteller, Manufakturen und Entwickler neuartiger Schlafsysteme nicht. 

Warum gibt es so viele Matratzen-Testsieger?

Neben der Stiftung Warentest führen einige weitere Formate und Organisationen Matratzen-Tests durch und küren ebenfalls Matratzen-Testsieger. Magazine wie Haus & Garten prüfen dabei nach eigenen Kriterien und Standardverfahren, wobei der Umfang der untersuchten Produkte meist begrenzter ausfällt. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier kleinere Hersteller und innovative Produkte vertreten sind, ist somit noch geringer.

Auch bei diesen Testurteilen ist immer zu beachten, worauf sich die angegebenen Bestnoten oder "Testsieger"-Urteile beziehen. Zum einen gelten diese oft nur für Standardgrößen und eine bestimmte Produktgruppe wie Schaumstoff-, Federkern- oder Wendematratzen. Zum anderen kann sich die Bestnote auch nur auf ein einzelnes Prüfkriterium beziehen, etwa auf den Liegekomfort, den Preis oder Kundenstimmen.

Teilbewertungen und Bestnoten einzelner Disziplinen sagen am Ende nichts über die tatsächliche Qualität der Matratze aus. Immerhin ist die Wahl der passenden Matratze immer eine höchst individuelle Angelegenheit. Um einen soliden Gesamteindruck zu erhalten, sollten Sie bei Testurteilen darauf achten, dass diese alle relevanten Qualitätskriterien einbeziehen. Das betrifft vor allem 

  • die Ergonomie
  • die Haltbarkeit
  • die Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit 
  • die Handhabung. 

Nicht vergleichbar, aber ausgezeichnet: Auch SOULMAT ist "Matratzen-Testsieger"

Was einzigartig ist, ist nicht vergleichbar. Und was nicht vergleichbar ist, kann kein Matratzen-Testsieger werden – oder doch?

Da die SOULMAT in keinem Standardtest auftauchen kann, haben wir selbst Qualitätsprüfungen an unabhängigen Instituten in Auftrag gegeben. Ebenso wie bei der Stiftung Warentest wurde die SOULMAT dabei einem Dauerwalztest mit 140 Kilogramm unterzogen. Allerdings war die Simulation nicht auf acht Jahre begrenzt, sondern lief einfach weiter. Und weiter und weiter und weiter... Am Ende ergab der Dauerwalztest für die SOULMAT eine Haltbarkeit von 30 Jahren ohne Verlust der ergonomischen Qualität. Auch in puncto Langlebigkeit ist die SOULMAT somit nicht mit herkömmlichen Matratzen* vergleichbar, die in der Regel auf eine Nutzung von maximal zehn Jahren ausgelegt sind.

Eine Art "Matratzen-Testsieger" sind wir allerdings für das Institut für Gesundheit und Ergonomie (IGR). Dieses hat die SOULMAT nicht nur als ergonomisches Produkt zertifiziert, sondern als erste Matratze in Deutschland mit dem "Innovationspreis Ergonomie" ausgezeichnet.

Auch in Sachen Umweltschutz hat die SOULMAT bereits Best-Urteile erhalten. Unsere CO2-neutrale Produktion, die lange Haltbarkeit der SOULMAT und unsere Kooperation mit der Umweltorganisation Wilderness International haben uns zuletzt den Green Product Award in der Kategorie "Interior & Lifestyle" eingebracht.

Fazit:

Bestnoten und Testsieger-Auszeichnungen können bei der Suche nach einer guten Matratze Orientierung bieten. Allein durch die Fülle an Produkten können die Matratzen-Tests aber keinen vollständigen Überblick über alle Angebote geben und lassen viele innovative und individualisierbare Lösungen außen vor. Wer im Netz nur nach Matratzen-Testsiegern sucht, verpasst womöglich ein unvergleichbares Schlafsystem, das genau zu seinen individuellen Anforderungen passt.  

Möchten Sie mehr über die besonderen Eigenschaften und Funktionen der SOULMAT erfahren? Dann kontaktieren Sie uns für ein telefonisches Beratungsgespräch oder besuchen Sie uns direkt in einem unserer Showrooms.

Jetzt Termin vereinbaren

* unter "herkömmlich" verstehen wir alle Matratzen, die keine SOULMAT-typischen Funktionen und Eigenschaften aufweisen, also keinen stufenlos einstellbaren Härtegrad, keine Anti-Durchliege-Garantie und keine Möglichkeit, die Matratze vollständig zu Hause zu waschen.